"DAS CHANUKKA-WUNDER" - Eine Lichtinstallation in der Grazer Synagoge

Von 18. Januar 2022 18:00 bis 21:00

 Inhalt:

Eine hängende Installation in der Grazer Synagoge, die das Chanukka-Wunder darstellt, wird während des Festes durch die Zusammenarbeit mit dem slowenischen Künstler Matic Veler zur Illumination gebracht. Dabei geht es nicht nur um die „Beleuchtung des Hauses von innen“, sondern auch um die „Erleuchtung des Hauses von außen“.

Die einzigartige Installation in der Grazer Synagoge symbolisiert den Wunsch, das Chanukka-Wunder stark hervorzuheben. Wahrgenommen als Tage der Freude und des Lobes wird das Zentrum der Grazer Juden in Zusammenarbeit mit dem slowenischen Künstler Matic Veler präsentiert. Das Projekt steht im Einklang mit den Bemühungen, die Beziehungen zwischen den jüdischen Gemeinden von Graz (Österreich) und Ljubljana (Slowenien) zu intensivieren, die mit der Gründung des transnationalen Verbandes der jüdischen Gemeinden beider Städte aufgenommen und von der fortlaufenden Aufgabe, das jüdische Leben in Slowenien und der Steiermark zu erhalten, zu stärken und zu beleben getragen wird.

Das Projekt bezieht sich auf Chanukka (auch bekannt als Lichterfest), dem jüdischen Fest zum Gedenken an die Wiedererlangung Jerusalems und die anschließende Wiedereinweihung des zweiten Tempels. Das hebräische Wort „Chanukka“ bedeutet Hingabe. Die Beziehung zwischen Körper und Seele, zwischen Körper und Geist, spielt bei diesem Fest eine große Rolle und spiegelt sich auch in der Kunstinstallation wider. Um eine Verbindung zwischen dem menschlichen Körper, der Seele und dem Allmächtigen darzustellen, ist für die erste Nacht eine Performance im Inneren der Synagoge geplant, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. 

Als Material für die Installation wird Acryl-Spiegelglas verwendet, das mittels Laser in organische Formen geschnitten und mit Hilfe einer Heißluftpistole von Hand zu Bändern geformt wird. Diese Art von Material ist in der Lage, Licht zu reflektieren, welches im Projekt eine große Rolle spielen wird. Die Hauptinstallation, die in Form einer Chanukkiah auf eine Stahlkonstruktion montiert wird, wird von der Mitte der Kuppel der Synagoge hängen und den g´´ttlichen Part der dargestellten Handlung symbolisieren. Der Darsteller, der in der Performance die Rolle des menschlichen Körpers spielen wird, wird in seinen Händen eine kleinere Version der Installation tragen, die symbolisch die Seele repräsentieren soll. Der Darsteller wird von Scheinwerfern verfolgt, die das Stück in seiner Hand hervorheben und das Licht subtil in den Raum reflektieren.

Die Lichtreflexion der Hauptinstallation soll im Sakralraum der Synagoge eine besondere, magische Atmosphäre schaffen. Die Chanukka-Lichter sollen das Wunder der Geschichte des Festes erzählen. Bei den Lichtern geht es nicht nur um die „Beleuchtung des Hauses von innen“, sondern um die „Erleuchtung des Hauses von außen“. Passanten sollen an das Wunder des Festes erinnert werden „und Seinen großen Namen, Seine Wunder und Seine Erlösung verherrlichen“. 

„Die Skulptur spiegelt die neunarmige Chanukkia wider: sie besteht aus acht Armen, die acht Kerzen des Armleuchters darstellen; die „Mini Skulptur“, die vom Darsteller getragen wird, repräsentiert die neunte Kerze (Schamasch)“

 

Der Künstler:

Die Schaffungsphilosophie des Modedesigners Matic Veler basiert auf dem Kennenlernen des eigenen Ichs, der eigenen Ästhetik und ihrer Entwicklung. 

Aufgewachsen in Slowenien, wo er von einer während des Sozialismus errichteten brutalistischen Architektur umgeben war, führte das spätere Erlernen der Kunstgeschichte zur Entwicklung seiner Ästhetik, die die Manipulation von Materialien und den Vergleich sowie die Verflechtung von Kontrasten wie Alt-Neu, Kalt-Warm umfasst. Als Künstler und Designer sind Veler die Geschichte und der Hintergrund, die seine Arbeit repräsentiert, besonders wichtig – ein roter Faden der Schöpfung vom Anfang bis zum Ende. Velers Arbeiten stellen somit stets Kontraste zwischen seinen ästhetischen Welten dar.

Matic Veler absolvierte sein Master-Studium am Royal College of Art in London, wo er sich häufig mit der Erforschung des Kunsterlebnisses und der Entwicklung persönlicher Ästhetik beschäftigte. Die für ihn in der Kunst wichtigste Frage, wie beim Menschen Emotionen geweckt werden können, versucht er dahingehend zu entwickeln, Mode als Kunst und nicht nur als etwas Alltägliches, das wir verwerfen, zu verstehen. Dies erreicht er mit verschiedensten Installationen, Kleidungsstücken, die gleich einer Statue erscheinen, Installations-Modellen und mit anderen künstlerischen Ansätzen. Im Einklang mit Velers breiterer Designphilosophie steht auch die Platzierung seiner Stücke in Räumen wie Galerien, Museen und jetzt auch in einer Synagoge.

Für seine Arbeit erhielt Veler zahlreiche lokale und internationale Preise, darunter den Swarovski Award, den Elle Style Award (Young Talent), den BigSEE Grand Prix (Wearable Art) usw.

 

Öffnungszeiten der Kunstinstallation:

18. bis 27. Januar 2022 von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Am 21. & 22. & Januar 2022 ist die Ausstellung geschlossen!

Zur Eröffnung am 17. Januar um 18:00 Uhr, ist eine Anmeldung unter folgenden Link erforderlich:
ZUR ANMELDUNG

Zum Aufenthalt im Hauptraum der Synagoge sind maximal 20 Personen zugelassen, sodass es mitunter zu kurzen Wartezeiten kommen kann.

Für den Aufenthalt auf dem Gelände der Synagoge (Hof und Gebäude) ist ein 2-G Nachweis zu erbringen und es besteht die Verpflichtung zum Tragen einer FFP-2 Maske.
Im Übrigen gelten die aktuellen COVID-Bestimmungen der österreichischen Bundesregierung!


Kostenfreie Teilnahme

 

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Ihr Team der Jüdischen Gemeinde Graz

 

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Eventrückblicke

  • 26-Nov-2019 | MIGUEL HERZ-KESTRANEK

    Am 26.11.2019 konnten wir Miguel Herz-Kestranek bei uns in der Grazer Synagoge willkommen heißen. Mit einer Lesung aus seinem Buch "Die Frau von Pollak oder wie mein Vater jüdische Witze erzählte" führte er in beeindruckender Weise durch eine untergegangene Welt und ein Repertoire an jüdischen Witzen. Das Publikum in der vollbesetzten Synagoge zeigte sich begeistert. Im Anschluss an die Lesung signierte der Autor auch sein neu erschienes Buch "Lachertorten mit Schlag".

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