Steiermark
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Weitere jüdische Friedhöfe in der Steiermark:

Juedischer Friedhof Graz 3

Bad Aussee

Bad Aussee, im steirischen Salzkammergut gelegen, vermochte vor dem Zweiten Weltkrieg einen starken Anteil jüdischer Sommergäste zu verzeichnen. Dem entsprechend fanden sich im Ort mit einer Betstube und koscheren Versorgungsbetrieben auch temporäre rituelle Einrichtungen. Der kleine jüdische Friedhof befindet sich am örtlichen, im Eigentum der Pfarre St. Leonhard stehenden Friedhof in der Grundlseer Straße, rechts vom Eingang. Auf ihm sind heute noch zwölf Grabsteine erhalten. Friedhofsarel ist öffentlich zugänglich und wird von der Pfarre St. Leonhard gepflegt.

Hetzendorf/Judenburg

Der Friedhof wurde 1873 von der kleinen jüdischen Gemeinde Judenburg errichtet, die auch über ein eigenes Bethaus verfügte und bis 1938 ein funktionierendes Gemeindeleben aufweisen konnte. Der kleine Friedhof wurde 1942 von örtlichen NS-Einheiten verwüstet und dabei viele Grabsteine zerstört. Zwei überlebende und zurückgekehrte Familien, Benedek und Gottlieb, riefen nach ihrer Rückkehr 1948 wieder eine bis Anfang der 1970-er Jahre bestehende Chewra Kadischa ins Leben und bemühten sich um die Rückgabe von bei örtlichen Steinmetzbetrieben aufgefundenen Grabsteinen. Der Friedhof wurde auch nach 1945 mehrmals belegt und ist nicht öffentlich zugänglich.

Knittelfeld

Am südlichen Stadtrand befindet sich der 1908 von der dortigen Chewra Kadischa errichtete Friedhof, er diente der kleinen jüdischen Gemeinde von Knittelfeld als Begräbnisstätte. Der Friedhof verfügte auch über eine zwischenzeitig zu einem Wohngebäude umfunktionierte, eigene Leichenhalle verfügte. 1938 wurde die Grabanlage durch SA und SS zerstört. In unbeschreiblichen Ausschreitungen wurden sogar die Gräber geöffnet um den Toten Zahngold zu entnehmen. 1952 wurde der enteignete Friedhof restituiert, einige wenige Grabsteine konnten wiederaufgestellt werden. Das Areal wird heute durch die Stadtgemeinde Knittelfeld gepflegt.

Leoben

Der von der Kultusinstitution Leoben errichtete jüdische Friedhof, der auch über eine eigene 1929 errichtete Zeremonienhalle, ein kleiner Kuppelbau, verfügte, war bzw. ist ein abgesonderter Teil des kommunalen Friedhofes. Die Zeremonienhalle wurde im Zuge des Novemberpogroms 1938 zerstört, sämtliche Grabsteine der Anlage in der NS-Zeit vernichtet bzw. verbracht. Ein Eine 2008 von Schülern errichtetes Mahnmal zeichnet im Boden die Umrisse der ehemaligen Zeremonienhalle wieder. Auf dem Gräberfeld wurden symbolisch Platten verlegt, die an die Grabstellen erinnern sollen. Die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Trautmannsdorf

Der kleine Friedhof diente im Wesentlichen zur Beerdigung verstorbener Kurgäste des Ortes, indem sich neben temporären koscheren Versorgungsbetrieben oder einem Bethaus auch das „israelitische Spital“ befand. Der Friedhof wurde im November 1938 gänzlich zerstört, heute existieren lediglich zwei Gedenksteine bei Massengräbern und zwei Gedenksteine für Verstorbene. Gepflegt wird der Friedhof von der Gemeinde Bad Gleichenberg.

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