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Ing. Alexander Zerkowitz

Ing. Alexander Zerkowitz

Der am 6. April 1860 in Wien geborene Stadtbaumeister Alexander Zerkowitz gehörte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu den bedeutendsten Bauunternehmern Grazs. Er, der seine Ingenieursausbildung zunächst in Wien erhielt, übersiedelte im Jahre 1885 zunächst nach Banja Luka, wo er im Brückenbau tätig war und wo fünf seiner insgesamt sieben Kinder zur Welt kamen. 1895 übersiedelte die Familie nach Graz, wo die 1897 sowie 1898 die Kinder Elsa und Fritz zur Welt kamen. Zerkowitz, der in die jüdische Gemeinde Grazs vollkommen integriert war, zeigte sich auch sals deren Gönner, in dem er diese regelmäßig auch mit größeren Spenden bedachte. Als die Grazer Kultusgemeinde den Bau einer neuen Zeremonienhalle auf dem jüdischen Friedhof in Wetzelsdorf in Erwägung zog, beauftragte sie naturgemäß Zerkowitz mit deren Planung und Ausführung. Das 1910 fertiggestellte und im Zuge des Novemberprogroms zerstörte, imposante Gebäude gilt zu Recht als sein bedeutendstens Bauwerk. Aber auch die 1914 erfolgte Erweiterung des Amtshauses, in dem die expandierende jüdische Volksschule und in weiterer Folge auch der sogenannte „Winterbetsaal“ untergebracht war, tragen seine Handnote.

Für die Familie Simon Rendi übernahm Zerkowitz die Bauausführung des Geschäfts- und Wohnhauses am Joanneum Ring 5 sowie zweier Wohnbauten in der Keesgasse 7-11. Für die Firma Kastner & Öhler realisierte Zerkowitz das von Fellner und Helmer geplante Warenhaus in der Sackstrasse. Im Besitz von Zerkowitz stand auch das von ihm errichtete Margaretenbad. Als Alexander Zerkowitz 1927 im Alter von 67 Jahren starb, wurde er auf dem jüdischen Friedhof der Stadt beigesetzt. Das von ihm gegründete und im Eigentum seiner Gattin verbleibende Unternehmen wurde nach seinem Ableben von seinem später in Jasenovac ermordeten Sohn Bruno (1889-1942) weitergeführt. Alexander Zerkowitzs 1941 nach Wien vertriebene Gattin Jenny geb. Nettel (1860-1942) starb nach ihrer Deportation in Theresienstadt. Der Shoah fielen auch seine Töchter Sylvia und Bertha zum Opfer.

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